Stifte Teil II – der Kugelschreiber

Der Kugelschreiber, kurz Kuli oder in vielen Ländern auch nach seinem Erfinder Biro genannt ist meist ein billiges Plastikteil mit Mine, mit dem man schreiben kann, bis er nach kurzer Zeit austrocknet. So dachte ich jedenfalls. Klar, es gibt auch die hübsch designten von Faber Castell oder LAMY oder oder oder… die vom Material her auch hochwertiger (und teurer!!) sind. Aber da steckt doch noch einiges mehr dahinter, unser billiger Kuli, den man überall hinterhergeworfen bekommt hat ebenfalls eine Geschichte und ist klug durchdacht. (mehr …)

Märchenbuchstaben – fancy letters

Märchen… die haben immer happy end… also klar, ich mag Märchen. Aber heute geht es mir nicht um den Inhalt, sondern – na klar – um Schrift. Als Kind habe ich einige Märchenbücher in der Hand gehabt und damals schon habe ich Gefallen an den verschnörkelten Großbuchstaben zu Beginn eines Kapitels gefunden. Und es passt auch so zu Märchen, denn es geht um etwas Verträumtes, nicht Wahres, etwas, das einen aus der Jetzt-Zeit in eine andere Zeit versetzen soll. Und wenn es nur für eine halbe Stunde ist. Diese Buchstaben fallen mir noch heute zuerst ein, wenn ich an Kalligraphie denke. Heut geht es um solche Buchstaben, aber um Eure eigenen Ideen. Der Beitrag basiert auf einem youtube Video (Fancy Letters), welches ich kürzlich gesehen habe.

Hierbei verwendet man seine eigenen Buchstaben und verschnörkelt diese nach eigenem gutdünken. Ihr könnt Eurer Kreativität freien Lauf lassen. Und so funktioniert’s:Fancy Letters Buchstaben 1 Ihr schreibt Euren Großbuchstaben ganz normal auf ein Blatt Papier. Dann seht Ihr ihn euch an und entscheidet, wo ihr welche Schnörkel wohin ziehen wollt, ob sie sich überschneiden oder kreuzen sollen, ob ihr kleine Formen darin verstecken möchtet. Habt Ihr die Schnörkel gezogen, gilt noch die Überlegung, welche Strukturen prominenter erscheinen sollen, diese könnt Ihr durch einen dickeren Strich zum Beispiel hervorheben, oder Ihr nutzt unterschiedliche Farbtöne…Fancy Letters Buchstaben 2 Vielleicht wollt Ihr manche Striche durch eine Verdopplung hervorheben oder Säulen bauen. Zum Schluss könnt Ihr als Dekoration noch kleine Punkte, Striche, Herzen oder anderes einsetzen, die jeder Buchstabe zusätzlich erhält. Ihr merkt schon, lasst Euren Ideen freien Lauf und erstellt Eure eigenen Buchstaben. Die nächsten Geburtstags- und Weihnachtskarten werden damit der Hit. Ihr könnt jeden Stift dafür benutzen, den Ihr wollt. Ich habe dieses mal mit einem schwarzen Gelkugelschreiber gearbeitet, was den Vorteil hatte, dass das Papier nicht ausfranste. Das blaue A habe ich mit verschiedenen Stabilos gemacht, aber bin nicht so zufrieden, weil dieser sehr ausgefranst aussieht. Vielleicht hätte ich es größer versuchen sollen… beim nächsten Mal.

Erste Schritte Kalligraphie – Linien

So, da wollte ich also endlich mit was Praktischem anfangen, eigentlich müsste ich Euch noch was über Papier, Federn, Füller, Tinte… und ach echt viel mehr erzählen, aber das kommt noch. Heute wollte ich also anfangen, aber zu Beginn sollte man sich erstmal Linien aufzeichnen, damit man die Proportionen der Buchstaben hinbekommt und auch ein Gefühl für die Länge der jeweiligen Striche bekommt und mehr. Daher dreht sich dieser Artikel erstmal um die Linien. (mehr …)

Die Unterschrift – selber designen?

Unterschreiben tun wir alle, aber wie wichtig ist so eine Unterschrift eigentlich? Jetzt beschäftige ich mich schon mit dem Thema Schrift und da gehört natürlich auch die Unterschrift zu. Unterschriften sehen sehr unterschiedlich aus und bei vielen, die häufiger unterschreiben müssen (z.B. ein Geschäftsführer, ein Arzt o.ä.) ist diese ganz anders, als das normale Schriftbild. Okay, dank der PC’s bekommt man das normale Schriftbild oft nicht mehr so genau mit, aus meiner Sicht leider, aber ich mag schreiben einfach sehr und finde es intimer, persönlicher als das PC Schriftbild. Wäre ich nicht dieser Meinung, gäbe es den Blog wahrscheinlich auch nicht. Zurück zur Unterschrift: bei Ärzten sind sie so gut wie nie lesbar, aber habt Ihr Euch Unterschriften sonst mal angesehen? Es gibt echt schöne und einige implizieren mir schon – obwohl ich nichts von Graphologie verstehe – dass diese Person etwas darstellt und manchmal wirkt die Schrift sympathisch oder auch mal so dominant, dass ich froh bin, wenn diese Person nicht mein Chef ist… Naja, jedenfalls habe ich mal recherchiert und einiges Interessantes gefunden. (mehr …)

Stifte Teil I – der Bleistift

Zum schreiben gehören Stifte, da man in der Grundschule mit dem Bleistift beginnt und Bleistifte für viele verschiedene Bereiche eingesetzt werden, berichte ich heute davon. Wie ein Bleistift aussieht weiß jeder, eine meist sechseckige Form aus Holz in deren Mitte eine graue Mine liegt. Diese Mine besteht aus einem Gemisch aus Ton und Graphit, je höher der Graphitanteil (20 bis 90%), desto weicher der Bleistift und je mehr Ton, desto härter im Umkehrschluss. Die Härtegrade werden neben dem höheren Tonanteil noch durch die Dauer der Brennhitze und Brennzeit definiert. Diese Unterschiede werden besonders bei Künstlern oder denen, die es werden möchten genutzt, da man wunderbare Schattierungen machen kann… (mehr …)

Mein neuer Online Füller

Tadaaa… mein neuer Füller ist da! Ich bin absolut begeistert, ist die Farbe nicht der Knaller? Der Füller ist von Online Marke Vision in Juicy green. Bei der Bestellung war die Gravur inklusive und da die Farbe so perfekt zu dem Unternehmen passt, indem ich tätig bin, habe ich mich für den Markennamen salvea entschieden. Es sieht super aus, oder? Ich habe 24,99 € gezahlt, also preislich schon mal eine echte Konkurrenz zum LAMY Safari, der bei knappen 20,-€ liegt. Der Online Füller hat wie ich finde ein sehr schlankes und elegantes Design, was mir persönlich sehr gut gefällt. Die Kappe des Füllers kann man als Verlängerung hinten drauf stecken, wo sie auch gut fest hält. Der Füllers ist insgesamt etwas schwerer als der Safari, aber wenn man die Kappe hinten draufsteckt, hat der Füller kein Übergewicht nach hinten, was beim Safari eher der Fall ist. Er ist also gut ausbalanciert. Die Feder ist bei mir eine EF Feder, mit meiner kleinen und schmalen Schrift bekomme ich mit der M Feder immer Probleme. Die Feder zu tauschen war sehr einfach, man tauscht hier die Feder mit Tintenleitermodul. Allerdings bekommt man die Federn nicht in Geschäften – zumindest nicht bei mir in der Umgebung – sondern muss sie bei Online direkt bestellen. Was mir sehr gut gefällt, ist dass der Griff rund ist und nicht diese angeblich schreibvereinfachende Eckform hat. Die runde Form liegt bei mir einfach besser in der Hand. Die Feder selbst ist fein genug für mich, aber weniger fein als die Pelikan EF Feder – nein, die Federstärke ist nicht überall exakt gleich, auch wenn man Euch dies in Geschäften weismachen will, probiert es aus!

Oh, und dann habe ich noch diese Tinte gefunden, die mit ihrem grün absolut perfekt zum Füller passt. Es ist die Diamine Tinte Jade green. Es macht ja so Spaß damit zu schreiben 😀 Selbst beim schreiben mit der EF Feder bekommt man einen Schatten-Effekt, also dass die Tinte mal dunkler und heller ist. Ein Traum 🙂

Meine neue Bibel :)

Mein neues Buch ist da, yay 😀 Da muss ich Euch doch gleich berichten. Es handelt sich um die ‚Enzyklopädie Kalligraphie‘ von David Harris, leider ist es vergriffen, aber man bekommt es noch über Ebay und andere Anbieter, preislich liegt es bei um die 30,-€ – hoffentlich lohnt es sich. Das Cover ist echt hübsch, die Farben vermitteln in Kombination mit den Buchstaben und den Verzierungen den Eindruck, dass es altes Wissen beinhaltet. Jedenfalls geht es mir so, wie ist es mit Euch? Die gotischen Buchstaben des Covers sind übrigens aus dem Jahr 1400 nach Christus entstanden und wurden vorwiegend im Buchdruck verwendet. Heute nennt man diese Schrift Fraktur und beliebt ist sie wohl noch immer…

Aber okay, ein kurzer Überblick noch vom Inhalt: (mehr …)

Schrift – wie alles begann

Also schreiben lernt man in der Schule, das ist ja mal klar, das war doch schon immer so, oder? Seid ehrlich, habt ihr schon mal darüber nachgedacht? Wann die Schrift entstanden ist? Wie hat sie mal ausgesehen? Ich habe es in den letzten Wochen intensiv getan und es ist interessant – das sage ich als absolute Niete in Geschichte, es ist spannend.

Die Geschichte der Schrift reicht weit zurück, das hätte ich nicht gedacht, auch wenn mir nie bewusst war, dass auch sie irgendwann erfunden werden musste. Verückt. Die ersten Funde stammen aus dem Jahr 6600 vor Christus aus Henan – eine Provinz in der Volksrepublik China. Allerdings sind die Hinweise rudimentär, so dass nicht sicher belegt werden kann, ob es sich um eine wirkliche Schrift handelt. Aber um 4000 vor Christus wird es ernst: Schriftsysteme sind entwickelt worden, insbesondere in Mesopotamien und Ägypten.   Im Wesentlichen wurde die Schrift entwickelt, um Besitztümer aufzeichnen zu können und eine anständige Buchführung zu erhalten. Ist es nicht interessant, dass die Buchführung, über die alle schimpfen der Ausgangspunkt für die Entwicklung der Schrift war?? (mehr …)

Wie die Schrift mich packte…

Schreiben fand ich schon immer toll, nur nicht wenn ich selbst geschrieben habe 🙁 Tja, so war das, ich habe versucht schön zu schreiben, aber hatte wenig Erfolg. In der 6. Klasse war es glaube ich, da hatte ich genug und habe mich ernsthaft damit befasst es zu ändern. Ich habe mich umgeschaut, wie meine Freundinnen und Freunde geschrieben haben – auch wenn die Jungs dazu oft eher unbrauchbarer waren 😉 und habe mit Schriftarten und Buchstaben herumexperimentiert, bis ich meine Schrift gefunden habe. Ich glaube die Lehrer waren in der Zeit echt verzweifelt, wenn sie meine Arbeiten lesen mussten, denn ich habe auch da geübt. Es hat gedauert, bis ich meine Schrift soweit verinnerlicht hatte, dass sie für mich normal war. Und was soll ich sagen, ich bin noch heute ganz zufrieden. Dann war erst mal Ruhe…

… bis neulich, als mein Freund mit einem ähnlichen Anliegen kam und mir einiges über Schrift erzählte, da hat es mich wieder gepackt! Aber dieses mal will ich mehr, mein Ziel ist die Kalligraphie. Das sieht immer so hübsch aus, in alten Büchern, wo der Anfangsbuchstabe eher eine Verzierung, ein Bild ist, auf Einladungs- oder Menukarten. Als praktisch veranlagter Mensch beginne ich meist auch sofort praktisch. Aber jetzt möchte ich die Sache mal anders angehen, vielleicht auch vernünftiger, denn ohne Theorie gelingt die Praxis auch nicht gut. (mehr …)