Ich kalligraphiere gerne, weil…

Kalligraphie ist ein großes Hobby von mir, wie Du ja sicher schon weißt, da Du ja auf meinem Blog gelandet bist. Ich habe mal darüber nachgedacht, was genau mich an der Kalligraphie so reizt. Mir sind eine Menge Gründe eingefallen, die ich Dir gerne erzählen möchte. Vielleicht passen ein paar der Gründe ja auch für Dich oder bringen Dich dazu, auch mit der Kalligraphie anzufangen.

Ich kalligraphiere gerne, weil…

… es meinen Alltag entschleunigt. Kalligraphie ist nichts für Schnelle, man muss sich Zeit nehmen, in den Flow eintauchen und es genießen. Es geht nicht um die Menge der Werke, sondern um die Qualität.

… es mich entspannt. Wenn ich die Feder ansetze, werde ich ruhiger, egal wie stressig es ist (bisher). Ein perfekter Weg, um den Kopf frei zu kriegen.

… es mehr auf den Weg als auf das Ergebnis ankommt. Klingt seltsam, ich weiß. Wenn das Ergebnis hübsch ist, freue ich mich. Aber der Weg, während ich die Feder führe ist mein Highlight. Alles ist offen, das Endergebnis ist noch nicht immer klar, die Idee kann sich im Verlauf ändern, weil es isch einfach gerade besser anfühlt einen Strich anders zu machen.

… es mich herausfordert. Jeder Strich ist eine Herausforderung, denn ein einziger falscher Strich kann im schlechtesten Fall das Werk zerstören, oder erfordert eine Menge Kreativität zum kaschieren.

… es nie gleich ist. Jeder Tag, jeder Strich ist neu und anders. Kein Tag ist gleich.

… die Farben mich glücklich machen. Es gibt so viele verschiedene Farben und Texturen, das macht einfach unfassbar Spaß.

… jeder es lernen kann. Schreiben ist eine Fähigkeit, die die meisten Menschen beherrschen. Für Kalligraphie muss man sich natürlich mit der Technik auseinandersetzen, aber man benötigt dann vorwiegend Geduld, Ausdauer und Zeit.

… es nicht viel Material braucht. Das richtige Schreibgerät, Papier und Farbe. Dann kann es schon los gehen. Klar kann man viel Material ansammeln und kombinieren, aber grundsätzlich benötigt man nicht viel, um überhaupt anzufangen.

… es etwas meditatives an sich hat. Technikübungen wiederholen sich möglilchst täglich. Das Geräusch, das die Feder macht, wenn sie über das Papier streicht, die Farbe die je nach Druck mehr oder weniger wird und die Schwünge, die man auf das Papier bringen, haben etwas so beruhigendes und entspannendes an sich. Wahnsinn.

… es um Formen und Schwünge geht. Formen sind etwas schönes, logisches. Buchstaben sind nichts anderes als Formen, auch Schwünge sind nichts anderes. Aber hat man das einmal verstanden, wird schreiben eine neue Erfahrung.

… man immer einzigartige und individuelle Karten machen kann. Jeder Mensch freut sich über eine ganz besondere Karte oder Brief, der mit Mühe und Liebe erstellt wurde. Handgeschrieben, schöne Farben und Formen und schon gibt man dem Gegenüber das Gefühl mehr wert für einen zu sein. So sollte es sein.

… es Freiheit und Struktur zugleich ist. Es gibt natürlich auch in der Kalligraphie Regeln. Aber man kann variieren, wie man sie anwendet, weil nicht zwingend alle eingehalten werden müssen. Vielleicht sollte man besser Richtlinien sagen. Du bist frei in der Gestaltung, aber die Richtlinien erleichtern es Dir ein wunderschönes Ergebnis zu erzeugen. Struktur gibt es in der Technik, diese sollte man regelmäßig üben und verinnerlichen.

ich könnte Dir noch so viele Gründe aufzählen. Aber vielleicht hast Du ja auch noch ein paar Gründe?

2 Gedanken zu „Ich kalligraphiere gerne, weil…

  1. Liebe Maike!

    Das Schönste für mich an der Kalligrafie ist, dass ich all´ meine Emotionen in meiner Liebe für Schriften ausleben darf. So wie manche Menschen für sich gerne ein Tagebuch schreiben, so schreibe und zeichne ich für mich in verschiedenen Schriftstilen, fertige kalligrafische Zitate oder Gedichte oder entwerfe auch neue Buchstaben. Bei dieser kreativen Beschäftigung bin ich in meiner ganz eigenen Welt. Das beseelt mich unheimlich und erfüllt mich mit tiefster Freude. Vielleicht bin ich auch ein wenig süchtig nach schönen Buchstaben und Schriften 😉
    Zudem bietet mir die Schreibkunst einfach unendliche Möglichkeiten, mich mit wunderschönen Alphabeten zu verwirklichen, meinen Stil weiterzuentwickeln und in neue, interessante Gebiete der Schönschrift vorzudringen.

    1. Liebe Elke,
      wunderschön hast Du das gesagt. Man sieht die Emotionen Deiner Schriften auch sehr, deswegen mag ich sie so gerne. Sie berühren mich immer wieder 🙂 Nach Buchstaben und Schriften süchtig zu sein, ist mit die beste Sucht 🙂

      Hab noch einen wunderschönen Tag!

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