Östereichischer Traum – Elke’s Schreibtischblick

Das ist Elkes Arbeitsplatz, wenn sie ihn gerade gereinigt hat, ein wunderschöner großer holzfarbener Tisch. Und das mitten im Zimmer, mit Blick aus dem Fenster. So einen Arbeitsplatz wünscht sich doch jeder, oder? Aber Elke braucht diesen auch. Denn neben Übungen und Freizeitkalligraphie, ist sie die Inhaberin des Unternehmens Wunschbriefe. Elke sitzt in Österreich und an diesem Arbeitsplatz entstehen Ihre wunderbaren individuellen Arbeiten. Da würde ich doch am liebsten mal vorbeikommen und schauen, wie genau der Ausblick von diesem Schreibtisch aus dem Fenster ist… Ich bin voller Respekt, denn sich bei so einem Reiz auf seine Arbeit zu konzentrieren, ist schon eine echte Leistung.

Elke selbst sagt auch, dass Kalligraphie eine Arbeit ist, die volle Konzentration benötigt. Daher ist bei Elke der Schreibtisch vor Beginn Ihrer Arbeit immer überschaubar und ordentlich. Alle Materialien werden bereit gelegt. Entsprechend ist sie auch voll organisiert, denn bevor sie eine Arbeit anfängt, durchdenkt sie genau, was sie alles benötigt, damit alles Griffbereit da ist. Denn wie in jeder kreativen Arbeit, ist eine Unterbrechung der Arbeit ein ziemlicher Rückschlag. Denn bis man sich in seinen Arbeitsflow wieder eingearbeitet hat, dauert es im Schnitt etwa 20 bis 25 Minuten, das ist krass, oder?

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2_startNeben der Ordnung und Struktur ist entsprechend auch viel Platz wichtig, denn wenn alles dicht gedrängt nebeneinander steht und man bei jeder unvorsichtigen Bewegung etwas umwirft, ist das dem Schreibflow nicht sehr zuträglich. Wenn Elke dann alles durchdacht hat, sucht sie alles zusammen, gutes Papier, wunderschöne Tinten in den richtigen Farben, die Feder, die für das Werk die richtige ist und wenn das geschafft ist, gibt es leise Hintergrundmusik. Dann erst setzt sich Elke an den Tisch. Könnt Ihr Euch das alles vorstellen? Ich sehe sie vor mir, alles aufgebaut, das Papier vor Ihr liegend, einen tiefen Atemnzug nehmend, die Augen geschlossen noch einmal das Werk durchdenken… und dann öffnet sie die Augen wieder, greift zur Feder und legt los. Sobald Ihr Werk fertig ist, nutzt Elke die Länge ihres Schreibtisches aus und legt diesen Teil zur Ablageseite. Der Schreibtisch ist so lang, dass sie eine aktiv kreative Seite hat, an der die Werke entstehen und eine Seite, wo die fertigen Werke liegen und auf das Verschenken, Verschicken etc warten.

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Bei diesem Schriebtischritual gibt es Dinge, die absolut nicht mehr dazu passen, wie zumBeispiel das Unterbrechen der Arbeit durch fehlende Materialien. Bei Elke kommen als No-go noch essen und trinken dazu. Besonders bei Auftragsarbeiten natürlich. Stellt Euch mal vor, Ihr arbeitet seit Stunden an einem Werk und kurz vor dem Ende tropft Euer Wasser auf die Tinte… Das wäre verständlicherweise die Hölle…

Licht muss bei Elke immer gut und ausreichend sein, damit sie vernünftig arbeiten kann. Für die depressive Winterfalle hat sie auch schon eine Lösung. Und zwar ist es der frühzeitige Beginn der Weihnachtsaufträge. Diese gehen schon früh ein, ich glaube noch bevor die Dominosteine und Lebkuchen in den Geschäften verkauft werden. Weihnachtsaufträge sind oft sehr individuell und vor allem mit dem Wunsch Freude zu schenken. Da macht die Arbeit, auch wenn es viel ist, gleich Spaß und vor allem hebt es die Laune. Besonders, wenn man an die Reaktionen der Empfänger denkt, die sich über handgeschriebene und persönliche Karten immer sehr freuen.

 

6_es-fuellt-sichLiebe Elke, dein Arbeitsplatz ist wunderschön! Ich hoffe, dass Ihr alle mal bei Elke auf ihrer Webseite www.wunschbriefe.at vorbeischaut. Wenn Ihr regelmäßig Werke von ihr sehen wollt, dann folgt ihr auch auf Instagram, dort findet Ihr sie unter wunschbriefe.

Ich hoffe, dass Euch die düstere Winterstimmung nun etwas heller erscheint und Ihr Euch jetzt vielleicht auch an den Schreibtisch setzen wollt, um kreativ zu werden.

 

 

3 Gedanken zu „Östereichischer Traum – Elke’s Schreibtischblick

  1. Liebe Maike, herzlichen Dank für deinen sehr schönen und einfühlsamen Bericht. Ich freue mich immer, wenn ich auf Gleichgesinnte treffe, mit denen ich meine Liebe für Kalligrafie teilen kann.
    Weiterhin alles Gute für deinen Blog und schön, dich kennengelernt zu haben,
    Elke

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